Auf beiden Seiten des Halses wird mehr oder weniger symmetrisch eine rötlich-braune Verfärbung der Haut beobachtet, oft mit einem unregelmäßigen Rand. Sie kann sich entlang der Kieferlinie bis zu den Wangen erstrecken. Die Rötung erscheint genau zwischen den Öffnungen der Haarfollikel, die manchmal leicht erhaben und hautfarben sind. In einem späteren Stadium können sich in dem betroffenen Bereich auch kleine weiße Flecken bilden. Die Rötung lässt sich durch Druck bleichen, wobei oft eine leichte bräunliche Verfärbung zum Vorschein kommt. Die Haut in der Mitte unter dem Kinn ist normalerweise nicht betroffen, da sie nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.
Was ist Erythromelanosis interfollicularis?
Erythromelanose (Synonym: Poikiloderma von Civatte) ist eine rötlich-braune Verfärbung auf beiden Seiten des Halses. Sie tritt typischerweise nach dem 30. Lebensjahr auf. Die Verfärbung kann sich auf die Brust und die Wangen ausdehnen. Es sind nur Menschen mit heller Haut betroffen.
Was ist die Ursache?
Poikiloderma wird durch Sonneneinstrahlung verursacht. Die Haut am Hals ist sehr dünn und daher empfindlich gegenüber UV-Strahlen aus der Sonne oder dem Solarium. UV-Strahlen schädigen die Elastizität des Bindegewebes, wodurch die Blutgefäße an Elastizität verlieren, sich erweitern und die Haut rot färben. Die Haut um die Haarfollikel herum bleibt normal und erzeugt einen “Gänsehaut”-Effekt. Außerdem entwickelt die Haut eine anhaltende braune Verfärbung.
Wie sieht das aus?
Auf beiden Seiten des Halses ist mehr oder weniger symmetrisch eine rötlich-braune Verfärbung der Haut sichtbar, oft mit einem unregelmäßigen Rand. Die Verfärbung kann sich bis zur Kieferlinie und der Rückseite der Wangen erstrecken. Die Rötung tritt zwischen den Haarfollikelöffnungen auf, die leicht erhaben und hautfarben erscheinen können. Die Rötung lässt sich durch Druck bleichen, so dass normalerweise eine leichte bräunliche Verfärbung zum Vorschein kommt. In fortgeschrittenen Stadien können kleine weiße Flecken in dem betroffenen Bereich auftreten. Es kommt zu keiner Schuppung. Die Haut in der Mitte unter dem Kinn ist normalerweise nicht betroffen, da sie nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.
Die Erythrose ist leicht zu erkennen, und zusätzliche Tests sind in der Regel nicht erforderlich.
Was ist die Behandlung?
In den letzten Jahren ist es möglich geworden, die Erythrose mit Lasern zu behandeln, die den Zustand deutlich verbessern. Aufgrund der braunen Verfärbung kann jedoch nach der Behandlung ein leicht verfärbter Fleck zurückbleiben, der mit einem Pigmentlaser weiter behandelt werden kann.
Um eine Verschlimmerung oder ein erneutes Auftreten der Krankheit zu verhindern, wird empfohlen, Sonneneinstrahlung zu vermeiden oder die Haut durch Kleidung oder Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (20 oder höher) zu schützen.
Geeignete Laser und Lichtquellen für die Behandlung:
- Gepulster Farbstofflaser (z. B. V-beam® gepulster Farbstofflaser)
- KTP-Laser
- IPL (intensiv gepulstes Licht)
Diese Behandlungen sind in der Regel teuer und werden nicht von der Krankenkasse übernommen. Ihr Dermatologe oder Hausarzt kann Sie bei der Auswahl eines geeigneten Laserbehandlungszentrums beraten. Prüfen Sie immer, ob die Laserklinik Dermatologen beschäftigt, da dies ein Zeichen für Zuverlässigkeit ist.
Alternative Behandlung:
Wenn eine Laserbehandlung nicht möglich ist oder eine Restverfärbung verbleibt, kann eine Camouflage-Behandlung durch einen zertifizierten Hauttherapeuten in Betracht gezogen werden. Der Therapeut kann eine wasserfeste, farblich abgestimmte Creme auftragen, um die Flecken kaum oder gar nicht sichtbar zu machen.

