Übermäßiger Haarwuchs
Hirsutismus ist eine Erkrankung, bei der Frauen übermäßig dunkles, starres Haar an Stellen wie der Oberlippe, dem Kinn, der Brust, dem Rücken, dem Bauch und den Oberschenkeln entwickeln, was einem männlichen Haarwuchs-Muster entspricht. Es geht nicht um feine, weiche Körperhaare, sondern um dickes, sichtbares Haar. Hirsutismus ist weit verbreitet und kann ein kosmetisches Problem darstellen, kann aber auch auf zugrunde liegende Gesundheitsprobleme hinweisen. Etwa 5 % der Frauen haben vor der Menopause damit zu kämpfen.
Symptome
Bei Hirsutismus erscheint dunkles, staches Haar auf der Oberlippe, dem Kinn, dem Nacken, der Brust, dem Bauch, dem Rücken und den Innenseiten der Oberschenkel, was ein männliches Haarwuchs-Muster darstellt.
Ursachen
Die Ursachen für Hirsutismus können sein:
- Vererbung: Häufig tritt das Problem auch bei anderen Frauen in der Familie auf.
- Hormonelles Ungleichgewicht: Eine Überproduktion von Testosteron, oft bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom (PCOS).
- Überempfindlichkeit gegenüber Testosteron, besonders bei übergewichtigen Personen.
- Nebenwirkungen von Medikamenten wie Ciclosporin, Citalopram und Natriumvalproat.
- Andere Krankheiten wie Essstörungen oder Schilddrüsenerkrankungen können ebenfalls Hirsutismus verursachen.
Diagnose
Ein Arzt wird Hirsutismus anhand des Aussehens diagnostizieren. Er wird auch Fragen stellen und, wenn nötig, Bluttests durchführen, um mögliche Ursachen zu finden. In einigen Fällen ist eine weitere Untersuchung durch einen Gynäkologen oder Internisten notwendig.
Behandlung
Die Behandlung hängt von der Ursache ab:
- Laser oder Blitzlampe: Dunkles Haar kann mit einem Laser oder Blitzlampe entfernt werden, wobei Frauen mit dunkler Haut ein höheres Risiko für Pigmentveränderungen haben.
- Antibabypille: Häufig hilfreich bei der Regulierung der Menstruation und der Reduzierung des Haarwuchses. Sie wird nicht empfohlen für Raucherinnen oder Personen mit einer Geschichte von Thrombosen.
- Antiandrogene: Spironolacton ist ein Medikament, das männliche Hormone bekämpft, aber Nebenwirkungen wie Übelkeit und Brustschmerzen verursachen kann.
- Andere Mittel: Eflornithin (Vaniqa®) ist eine Creme, die das Wachstum von Gesichtshaar verlangsamt. Diese wird jedoch nicht von den Krankenkassen übernommen.
Selbsthilfetipps
Es gibt verschiedene Methoden, um unerwünschtes Haar zu entfernen, jedoch bieten diese nur vorübergehende Lösungen:
- Bleichen
- Haarentfernungscreme
- Rasieren
- Zupfen (Haarentfernung)
- Wachsen
Diese Techniken haben keinen Einfluss auf die Dicke oder das Wachstum des Haars auf lange Sicht. Wachsen oder Zupfen kann das Risiko von Pigmentveränderungen bei Frauen mit dunklerer Haut erhöhen. Wenn Sie übergewichtig sind, wird empfohlen, Gewicht zu verlieren.
Sonstiges
Hirsutismus ist oft eine chronische Erkrankung, die sich während hormoneller Veränderungen, wie der Menopause oder nach der Geburt, verschlimmern kann. Behandlungen können helfen, das Haarwachstum zu kontrollieren, aber die Erkrankung wird wahrscheinlich nicht vollständig verschwinden.
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