Rezidivierende Polychondritis ist eine chronische entzündliche Erkrankung, die vor allem den Knorpel angreift. Sie kann zu schmerzhaften Schwellungen und zum Abbau von Knorpel in verschiedenen Körperteilen führen, einschließlich der Ohren, Nase, Gelenke und Atemwege.
Symptome
Die Symptome der rezidivierenden Polychondritis können variieren, umfassen jedoch häufig:
- Schmerzen und Rötungen in den betroffenen Bereichen, insbesondere an den Ohren und der Nase.
- Gelenkschwellungen, Schmerzen und Steifigkeit.
- Atemprobleme und Heiserkeit, wenn die Atemwege betroffen sind.
- Augenentzündungen, die zu Rötungen, Schmerzen und potenziellem Sehverlust führen können.
- Müdigkeit und Fieber können ebenfalls als Teil der allgemeinen entzündlichen Reaktion des Körpers auftreten.
Ursachen
Die genaue Ursache der rezidivierenden Polychondritis ist unbekannt, aber sie wird als eine Autoimmunerkrankung angesehen, bei der das Immunsystem irrtümlich das eigene Knorpelgewebe des Körpers angreift. Zu den beitragenden Faktoren können gehören:
- Genetische Prädisposition: Es gibt einige Beweise dafür, dass Genetik eine Rolle spielen kann, obwohl spezifische Gene noch identifiziert werden müssen.
- Umwelteinflüsse: Bestimmte Virusinfektionen oder die Exposition gegenüber bestimmten Chemikalien können ebenfalls eine Rolle spielen.
Diagnose
Die Diagnose der rezidivierenden Polychondritis wird durch eine Kombination aus klinischer Bewertung und medizinischen Tests gestellt, einschließlich:
- Medizinische Anamnese und körperliche Untersuchung.
- Bluttests zur Identifizierung von Entzündungsmarkern.
- Bildgebende Verfahren wie MRT oder CT-Scans, um das Ausmaß des Knorpelschadens zu bestimmen.
- Eine Biopsie des betroffenen Knorpels kann manchmal notwendig sein, um andere Zustände auszuschließen.
Behandlung
Die Behandlung der rezidivierenden Polychondritis konzentriert sich auf die Symptomkontrolle und die Verhinderung von Knorpelschäden. Behandlungsoptionen umfassen:
- Nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAIDs): Zur Reduzierung von Schmerzen und Entzündungen.
- Corticosteroide: Zur Unterdrückung schwerer Entzündungsreaktionen.
- Immunsuppressive Medikamente wie Methotrexat oder Azathioprin können zur Modulation des Immunsystems eingesetzt werden.
- Biologika wie TNF-Inhibitoren können in schweren oder resistenten Fällen in Betracht gezogen werden.
Selbstpflege
- Regelmäßige Bewegung und Physiotherapie können helfen, die Mobilität und Funktion der Gelenke zu erhalten.
- Vermeiden Sie Aktivitäten, die die betroffenen Gelenke und den Knorpel übermäßig belasten.
- Tragen Sie ein medizinisches Identifikationsarmband, das Ihre Erkrankung im Notfall angibt.
- Befolgen Sie eine gesunde Ernährung, reich an entzündungshemmenden Lebensmitteln, um die allgemeine Entzündung zu reduzieren.
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